Dipl.-Ing. Angelika Baumgardt
  • Gebäudeenergieausweise
  • Energieberatung
  • BAFA-Vor-Ort-Beratung /Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)
  • Energie-Effizienz-Experten-Tätigkeit für Förderprogramme
  • Alternative Heizsysteme

Förderung

Stand Februar 2021

Die Senkung des Energieverbrauchs wird durch staatliche Förderungen honoriert.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gewährt Zuschüsse und Kredite mit Tilgungszuschuss für energetische Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle und der Anlagentechnik.

Die Kreditfinanzierung läuft über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Zuschussförderung (ab 2023 dann auch für die Effizienzhäuser) über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Als Einzelmaßnahmen werden nur Anlagen im Gebäudebestand gefördert. Anlagen im Neubau können nur im Rahmen eines Effizienzhauses mit gefördert werden. Die förderfähigen Kosten pro Antrag und Kalenderjahr sind gedeckelt auf 60.000 € pro Wohneinheit.

Heizung

Gas- und Ölbrennwertkessel allein werden nicht gefördert. Gasbrennwertkessel werden nur in Kombination mit der Nutzung von erneuerbaren Energien gefördert.

Mit einem Investitionszuschuss werden gefördert:

  • Gas-Brennwertheizung (Renewable Ready) 20 %
  • Gas-Hybridheizungen 30 %
  • Solarkollektoranlagen 30 %
  • Biomasseheizungen 35 % (+ 5 % für besonders emissionsarme Anlagen)
  • Wärmepumpen 35 %
  • Erneuerbare Energien-Hybridheizungen (EE-Hybride) 35 %
  • Gebäudenetz und Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz 30 % … 35 %

Zusätzlich kann beim Austausch einer Ölheizung ein Bonus in Höhe von 10 % gewährt werden (außer bei Gas-Brennwertheizung (Renewable Ready) und Installation einer Solaranlage).

Wird die Sanierungsmaßnahme als Teil eines im Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ geförderten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) umgesetzt, ist ein zusätzlicher Förderbonus von 5 % möglich. Eine Energieberatung für Wohngebäude in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mit einem Zuschuss in Höhe von 80% der Beratungskosten gefördert zum.

Gas-Brennwertheizung – Renewable Ready

Bezuschusst wird eine effiziente Gas-Brennwertheizung, wenn sie bereits auf eine künftige Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet wird. Die Einbindung erneuerbarer Energien zur Umwandlung der Anlage in eine Hybridanlage gemäß den Richtlinien muss innerhalb von 2 Jahren nach Inbetriebnahme erfolgen.

Gas-Hybridheizung

Bezuschusst wird eine Kombination von Gas-Brennwerttechnik mit einer oder mehreren Technologie-Komponenten zur thermischen Nutzung erneuerbarer Energien (z. B. Solar-, Wärmepumpe-, Biomasseanlage).  Die thermische Leistung des regenerativen Wärmerzeugers muss dabei mindestens 25 Prozent der Heizlast des versorgten Gebäudes betragen und alle Erzeuger müssen über eine gemeinsame Regelung gesteuert werden.

Solarkollektoranlagen

Bezuschusst werden Solarkollektoranlagen im Bestand und zwar sowohl für die Warmwasserbereitung als auch für die Warmwasserbereitung in Kombination mit einer Heizungsunterstützung. Auch eine Erweiterung von Solaranlagen im Bestand wird gefördert.

Die Kombination einer Solaranlage mit einer förderfähigen Biomasseanlage oder einer förderfähigen Wärmepumpe wird

Die konkreten Fördersummen und Förderbedingungen finden Sie auf der BAFA-Internetseite unter Heizen mit Erneuerbaren Energien – Solarthermie.

Biomasseheizungen

Gefördert werden Anlagen von 5- max. 100 kW im Gebäudebestand
Für den Neubau werden Biomasseanlagen nur im Rahmen der Innovationsförderung bzw. bei der Bereitstellung von Prozesswärme gefördert.

  • Pelletofen mit Wassertasche
  • Pelletkessel
  • Holzhackschnitzelanlagen mit Pufferspeicher
  • Scheitholzvergaserkessel
Wärmepumpen

Gefördert wird die Installation von effizienten Wärmepumpen im Gebäudebestand bis einschließlich 100 Kilowatt Nennwärmeleistung zur:

  • Kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung von Gebäuden
  • Raumheizung von Gebäuden, wenn die Warmwasserbereitung des Gebäudes zu einem wesentlichen Teil durch andere erneuerbare Energien erfolgt
  • Raumheizung von Nichtwohngebäuden
  • Bereitstellung von Prozesswärme
  • Bereitstellung von Wärme für Wärmenetze

Bitte beachten Sie, dass Luft/Luft-Wärmepumpen sowie sonstige Wärmepumpen, die die erzeugte Wärme direkt an die Luft übertragen, nicht gefördert werden können. Wärmepumpen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung (Warm- bzw. Brauchwasserwärmepumpen) sind ebenfalls nicht förderfähig.

Förderbedingung ist jeweils die Einhaltung vorgegebener Jahresarbeitszahlen  (JAZ).
Die JAZ gibt das Verhältnis der von der Wärmepumpe abgegebenen Wärmeenergie zur aufgenommenen Antriebsenergie (z. B. Strommenge) im Verlauf eines Jahres (also unter schwankenden Lastbedingungen) an. Je höher die Jahresarbeitszahl, desto höher ist die Effizienz der Wärmepumpe.

Erneuerbare Energien-Hybridheizungen (EE-Hybrid)

Bezuschusst wird die Kombination von Wärmeerzeugern, die auf der Nutzung von erneuerbaren Energien basieren (Solarthermieanlage, Wärmepumpe, Biomasseheizung). Voraussetzung ist, dass die einzelnen Wärmeerzeuger aus denen der EE-Hybrid besteht jeweils für sich die Fördervoraussetzungen erfüllen.

Gebäudenetz und Anschluss an ein Gebäudenetz oder Wärmenetz

Bezuschusst wird die Errichtung oder Erweiterung eines nichtöffentlichen Wärmenetzes zur Eigenversorgung von mindestens zwei Gebäuden auf einem oder mehreren Grundstücken eines Eigentümers, bestehend aus folgenden Komponenten: Wärmeerzeugung, ggf. Wärmespeicherung, Wärmeverteilung, Steuer-, Mess- und Regelungstechnik, sowie Wärmeübergabestationen. Die Wärmeerzeugung mit der das Gebäudenetz versorgt wird muss zu mindestens 25 % durch erneuerbare Energien erfolgen und es darf kein Öl als Brennstoff eingesetzt werden.

Bezuschusst werden der Anschluss bzw. die Erneuerung eines Anschlusses an ein Gebäudenetz und an ein öffentliches Wärmenetz, wenn dessen Wärmeerzeugung zu mindestens 25 % durch erneuerbare Energien versorgt wird.

Weitere Förderbedingungen und die technischen Mindestanforderungen für die vorgenannten Anlagen finden Sie auf der BAFA-Webseite. Dort werden auch die Förderanträge online gestellt. Die Beantragung muss vor der Beauftragung der Leistungen erfolgen.

Heizungsoptimierung

Mit einem Investitionszuschuss in Höhe von 20 % werden gefördert:

  • der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage inklusive der Einstellung der Heizkurve
  • der Austausch von Heizungspumpen sowie der Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung, Maßnahmen zur Absenkung der Rücklauftemperatur bei Gebäudenetzen im Sinne der Richtlinien
  • im Falle einer Wärmepumpe auch die Optimierung der Wärmepumpe
  • die Dämmung von Rohrleitungen
  • der Einbau von Flächenheizungen, von Niedertemperaturheizkörpern und von Wärmespeichern im Gebäude oder gebäudenah (auf dem Gebäudegrundstück)
  • die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik

Voraussetzung für die Förderung ist ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage.

Weitere Förderbedingungen und die technischen Mindestanforderungen finden Sie auf der BAFA-Webseite. Dort werden auch die Förderanträge online gestellt. Die Beantragung muss vor der Beauftragung der Leistungen erfolgen.

Weitere technische Anlagen im Wohngebäudebestand

Bezuschusst wird der Einbau von Anlagentechnik zur Erhöhung der Energieeffizienz des Gebäudes, darunter

  • Einbau, Austausch oder Optimierung raumlufttechnischer Anlagen inklusive Wärme- / Kälterückgewinnung
  • Einbau digitaler Systeme zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung bzw. zur Verbesserung der Netzdienlichkeit der technischen Anlagen des Gebäudes („Efficiency Smart Home“) oder des angeschlossenen Gebäudenetzes

Gefördert werden Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle von Bestandsgebäuden zur Erhöhung der Energieeffizienz des Gebäudes, darunter

  • Dämmung von Außenwänden
  • Dämmung von Dachflächen und Geschossdecken
  • Dämmung von Bodenflächen
  • Erneuerung / Aufbereitung von Vorhangfassaden
  • Austausch von Fenstern, Außentüren und -toren
  • Sommerlicher Wärmeschutz durch Ersatz oder erstmaligen Einbau von außenliegenden Sonnenschutzeinrichtungen mit optimierter Tageslichtversorgung

Die Zuschusshöhe bzw. der Tilgungszuschuss bei der Kreditvariante beträgt 20 %. Das Mindestinvestitionsvolumen beträgt 2.000 €, die förderfähige Kosten pro Antrag und Kalenderjahr sind gedeckelt auf 60.000 € pro Wohneinheit.

Wird die Sanierungsmaßnahme als Teil eines im Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ geförderten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) umgesetzt, ist ein zusätzlicher Förderbonus von 5 % möglich. Eine Energieberatung für Wohngebäude in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mit einem Zuschuss in Höhe von 80 % der Beratungskosten gefördert.

Es kann wahlweise ein Zuschuss oder ein Kredit mit Tilgungszuschuss in Anspruch genommen werden. Die Kreditfinanzierung läuft über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Zuschussförderung über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Für die Sanierung bestehen Mindestanforderungen. Diese finden Sie auf der BAFA-Webseite. Dort werden auch die Förderanträge online gestellt. Für die Antragstellung benötigen Sie einen Energieeffizienz-Experten (energie-effizienz-experten.de).

Die Beantragung muss vor der Beauftragung der Leistungen erfolgen.

Baubegleitung
  • 50 % Zuschuss für die qualifizierte Baubegleitung durch einen Sachverständigen während der Sanierungsphase

Es kann wahlweise ein Zuschuss (ab oder ein Kredit mit Tilgungszuschuss in Anspruch genommen werden. Die Kreditfinanzierung läuft über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Zuschussförderung über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Für die Antragstellung benötigen Sie einen Energieeffizienz-Experten.

Es bestehen Mindestanforderungen an den Primärenergiebedarf und den Transmissionswärmeverlust des Gebäudes.

Neubau

Gefördert wird die

  • Errichtung oder der Ersterwerb von Wohngebäuden, die den energetischen Standard eines KfW-Effizienzhauses 55, 40 bzw. 40 Plus erfüllen
  • Erweiterung bestehender Gebäude durch abgeschlossene Wohneinheiten
  • Umwidmung unbeheizter Nicht-Wohngebäude in Wohnraum

Je höher der erreichte energetische Standard, desto höher die Förderung. Diese ist gestaffelt. Beim Effizienzhaus 55 erhalten Sie einen Zuschuss oder Tilgungszuschuss in Höhe von 15 %, die höchste Förderung erreicht das Effizienzhaus 40 Plus mit 25 %. Der Einsatz erneuerbarer Energien (mind. 55 %) und nachhaltiges Bauen werden (außer beim Effizienzhaus 40 Plus) zusätzlich mit 2,5 % honoriert. Die förderfähigen Kosten sind pro Antrag und Kalenderjahr auf 120.000 € pro Wohneinheit gedeckelt, beim Effizienzhaus 40 Plus auf 150.000 €.

Bestand

Gefördert wird

  • die energetische Sanierung zur Erreichung des Standards KfW-Effizienzhaus 40, 55, 70, 85, 100 oder Denkmal
  • der Ersterwerb neu sanierten Wohnraums

Je höher der erreichte energetische Standard, desto höher die Förderung. Diese ist gestaffelt. Beim Effizienzhaus Denkmal erhalten Sie einen Zuschuss oder Tilgungszuschuss in Höhe von 25 %, die höchste Förderung erreicht das Effizienzhaus 40 mit 45 %. Der Einsatz von mind. 55 % erneuerbarer Energien wird zusätzlich mit 5 % honoriert. Die förderfähigen Kosten sind pro Antrag und Kalenderjahr auf 120.000 € pro Wohneinheit gedeckelt, beim Einsatz von mind. 55 % erneuerbarer Energien auf 150.000 €.

Wird die Sanierungsmaßnahme als Teil eines im Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ geförderten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) umgesetzt, ist ein zusätzlicher Förderbonus von 5 % möglich. Eine Energieberatung für Wohngebäude in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mit einem Zuschuss in Höhe von 80 % der Beratungskosten gefördert zum iSFP.

Baubegleitung

Bei der Umsetzung eines Effizienzhauses ist eine energetische Baubegleitung vorgeschrieben. Diese wird durch einen Zuschuss gefördert:

  • 50 % Zuschuss für die qualifizierte Baubegleitung durch einen gelisteten Sachverständigen