Dipl.-Ing. Angelika Baumgardt
  • Gebäudeenergieausweise
  • Energieberatung
  • BAFA-Vor-Ort-Beratung /Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)
  • Energie-Effizienz-Experten-Tätigkeit für Förderprogramme
  • Alternative Heizsysteme

Energieberatung

Eine Energieberatung macht Sinn, wenn ohnehin die Sanierung eines Gebäudes oder eines Bauteils am Gebäude ansteht und/oder die Energiekosten reduziert werden sollen.

Einsparpotentiale bei der Altbausanierung

Im Privathaushalt werden ca. 80 % der Energie für die Heizung verbraucht! Im Durchschnitt entfallen fast 40% der Nebenkosten auf die Heizung und Warmwasserbereitung. Besonders im Gebäudebestand lohnt sich daher eine energetische Sanierung. Durch Verbesserung des Wärmeschutzes der Gebäudehülle und den Einsatz energiesparender Heizungsanlagen lässt sich oft mehr als die Hälfte der Heizkosten einsparen. Eine Energieberatung ermittelt die energetischen Schwachstellen Ihres Gebäudes und zeigt auf, an welchen Punkten angesetzt werden sollte.

Sollten Sie sich jetzt fragen, ob Ihr Energieverbrauch denn „zu hoch“ ist, und überhaupt Handlungsbedarf besteht, können Sie das in der Rubrik Handlungsbedarf? durch einen Schnelltest herausfinden.

Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude – individueller Sanierungsfahrplans (iSFP)

Ein energetisches Sanierungskonzept für Ihr (mindestens 10 Jahre altes) Wohngebäude in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) wird staatlich gefördert. Es wird mit 80 % des Beratungshonorars, maximal 1.300 € für 1-2 Familienhäuser bzw.  maximal 1.700 € für Wohnhäuser ab 3 Wohneinheiten bezuschusst. Ein individueller Sanierungsfahrplan zeigt Ihnen den Weg zu einem energieeffizienten Haus auf. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:

A: Gesamtsanierung in einem Zuge zu einem KfW-Effizienzhaus
oder
B: Schritt-für-Schritt-Sanierung über einen längeren Zeitraum mit dem Ziel den Energiebedarf so weit wie möglich zu senken

Ein individueller Sanierungsfahrplan kann bei der Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen, die im iSFP enthalten sind, bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude eine um 5 Prozentpunkte höhere Förderung für diese Sanierungsmaßnahme ermöglichen (iSFP-Bonus).

Nähere Informationen zur Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude finden Sie auf der Website des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle www.bafa.de.

Zuerst Handlungsbedarf ermitteln: Ernergieverbrauchskennwert prüfen.

  • Heizöl in l/Erdgasverbrauch in m³/Jahr x 10 = …. kWh
    (Wird das Warmwasser mit der Heizung erzeugt, wird der Verbrauch für die Warmwasserbereitung vom oben ermittelten Wert abgezogen. 1000 kWh x Anzahl der Personen = … kWh)
  • Der so ermittelte Wert wird durch die Wohnfläche in m² geteilt.

Sie erhalten so eine erste grobe Abschätzung des Heizenergieverbrauches. Liegt dieser über 120 kWh/m² sind energiesparende Maßnahmen sinnvoll.

Beispiel:

Haus mit einer Wohnfläche von 150 m² verbraucht im Jahr 3000 l Heizöl. Das Warmwasser wir über die Heizungsanlage erwärmt. Im Haushalt leben 4 Personen.

  1. 3.000 l/a x 10 kWh/l = 30.000 kWh
  2. 1000 kWh x 4 Personen = 4000 kWh
  3. 30.000 kWh – 4000 kWh = 26.000 kWh
  4. 26.000 kWh: 150 m² = 173 kWh/(m²a)

173 > 120 = Es besteht Handlungsbedarf!

  1. Bestandsaufnahme des Gebäudes hinsichtlich der Gebäudehülle und der Anlagentechnik Heizung/Warmwasser erfolgt vor Ort, dazu sind soweit vorhanden folgende Unterlagen erforderlich:
    => Grundrisse und Schnittzeichnungen des Gebäudes
    => Baubeschreibungen
    => technische Unterlagen der Heizungsanlage
    => Schornsteinfegerprotokolle
    => Verbrauchsabrechnungen des Energieträgers (z. B. Gas, Öl, Elektro) der letzten drei Jahre
    => Unterlagen zu bereits erfolgten Sanierungen
  2. Auswertung und Dokumentation der erfassten Daten, Aufdecken von Schwachstellen durch Berechnung der Energieverluste durch die Gebäudehülle und die Anlagentechnik
  3. Vorschlag von Maßnahmepaketen zur Energieeinsparung bzw. energetischen Sanierung mit Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.
  4. im Rahmen eines zweiten Ortstermins werden die Ergebnisse besprochen, sinnvolle Sanierungskonzepte vorgestellt und erläutert. Eine entsprechende Dokumentation wird dem Gebäudeeigentümer übergeben.

Energetische Sanierung eines freistehenden Einfamilienhauses auf Niedrigenergiestandard:

  • Baujahr 1963, Nutzfläche 162 m²
  • Dach und Keller unbeheizt
  • Fenster Isolierverglasung
  • Niedertemperatur-Heizkessel Öl BJ 1994

Heizwärmebedarf vor der Sanierung: 220 kWh/m²a

Sanierungsmaßnahmen:
  • Dämmung oberste Geschossdecke 28 cm
  • Dämmung Kellerdecke von unten 12 cm
  • Wärmeschutzverglasung der Fenster
  • Einbau eines Holzpelletkessels
  • Solaranlage für die Warmwasserbereitung
  • Dämmung der Heizungs- und Warmwasserleitungen im unbeheizten Bereich nach GEG
BauteilU-Wert vor Sanierung
in W/m²K
U-Wert nach Sanierung
in W/m²K
Umax GEG
in W/m²K
Oberste Geschossdecke0,80,120,24
Außenwand1,40,210,24
Fenster2,71,31,3
Kellerdecke1,00,250,3

Heizwärmebedarf nach der Sanierung: 68 kWh/m²h

Die Brennstoffkosten werden um 75 % reduziert, die Treibhausgasemissionen um 90 %.

Die aufgeführten Preise inkl. Mehrwertsteuer verstehen sich als Richtpreise und können erst nach Kenntnis des konkreten Projektes und der entsprechend vorgefundenen Randbedingungen verbindlich festgelegt werden.

WohneinheitenEnergieberatung
1 – 2 WE1.000,- €
3 – 6 WE1.500,- €
7 – 15 WE2.000,- €

Energieberatung für Wohngebäude gemäß BAFA-Richtlinien (individueller Sanierungsfahrplan – iSFP), KfW-Nachweis für Sanierung zum KfW-Effizienzhaus und Energie-Effizienz-Experten-Tätigkeit für Einzelmaßnahmen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) auf Anfrage.

Bei den aufgeführten Preisen wird vorausgesetzt, dass alle erforderlichen Unterlagen vorliegen und das Gebäude „einfach“ ist (nicht stark „verbaut“, einfaches Heizsystem usw.). Eventuell erforderliche Zusatzleistungen wie z. B. Aufmaß, Beschaffung von nicht vorhandenen Informationen usw. werden gesondert nach Stundenaufwand abgerechnet.